Altbausanierung Kosten: Dämmung, Dach und Förderung realistisch planen.
Die Kosten einer Altbausanierung lassen sich nicht aus einem Katalog ablesen, weil jedes alte Haus andere Schwachstellen hat. Mit Richtwerten pro m² für Gesamtsanierung, Fassadendämmung, Dach und Fenster bekommen Sie trotzdem eine belastbare Größenordnung. Auf dieser Seite finden Sie diese Werte mit Quellen, die wichtigsten Kostentreiber im Bestand und den aktuellen Stand der Förderungen von Bund und Land Oberösterreich. Den Fixpreis für Ihr Haus nennen wir nach einer Besichtigung.
Sanierung kostenlos anfragenWas eine Altbausanierung umfasst und warum die Spanne so groß ist.
Unter Altbausanierung versteht jeder etwas anderes: vom Tausch der Fenster bis zur Entkernung bis auf das Mauerwerk. Für die Kostenschätzung hilft es, das Haus in drei Bereiche zu teilen.
Gebäudehülle
Fassade, Dach beziehungsweise oberste Geschoßdecke, Kellerdecke und Fenster. Hier entscheidet sich, wie viel Wärme das Haus verliert. Die Hülle ist auch der Bereich, den die Förderstellen am stärksten unterstützen.
Tragwerk und Feuchte
Feuchte Kellermauern, morsche Balken, Risse oder eine schwache Decke werden vor jeder Oberfläche saniert. Diese Posten zeigen sich oft erst beim Öffnen von Böden und Wänden, ein Puffer gehört in jedes Budget.
Innenausbau und Technik
Elektrik, Wasserleitungen, Heizung, Bad, Böden und Putz. In alten Häusern ist die Haustechnik oft am Ende ihrer Lebensdauer, und Leitungen liegen dort, wo neue Dämmung oder Fenster hinkommen.
Altbausanierung Kosten pro m²: Richtwerte für Österreich.
Die Tabelle zeigt Spannen aus aktuellen österreichischen Kostenrechnern und Ratgebern. Die Gesamtwerte beziehen sich auf die Wohnfläche, die Einzelmaßnahmen auf die jeweilige Bauteilfläche.
| Maßnahme | Richtwert | Bezug |
|---|---|---|
| Altbausanierung gesamt | 800 bis 1.200 € | pro m² Wohnfläche |
| Komplettrenovierung Haus (Rechner) | 650 bis 1.200 € | pro m² |
| Fassadendämmung WDVS komplett mit Putz | 90 bis 180 € | pro m² Fassadenfläche |
| WDVS mit EPS 16 cm, Material und Arbeit | 78 bis 129 € | pro m² Fassadenfläche |
| WDVS mit Steinwolle 16 cm, Material und Arbeit | 103 bis 165 € | pro m² Fassadenfläche |
| Gerüst inkl. Transport, Auf- und Abbau | 8 bis 20 € | pro m² |
| Dämmung oberste Geschoßdecke | 30 bis 90 € | pro m² Deckenfläche |
| Dachdämmung | 100 bis 200 € | pro m² Dachfläche |
| Dachsanierung mit Abbruch, Dämmung, Eindeckung | 55 bis 155 € | pro m² Dachfläche |
| Fenster | 200 bis 350 € | pro m² Fensterfläche |
| Badsanierung | 5.000 bis 40.000 € | pro Bad |
Richtwerte für Österreich, kein Angebot. Ihren Fixpreis erhalten Sie nach der Besichtigung. Bei den meisten Rechnerwerten ist nicht angegeben, ob die Umsatzsteuer enthalten ist. Manche Quellen widersprechen sich bei einzelnen Positionen, deshalb zeigen wir Spannen statt Einzelwerten.
Quellen: infina, Altbausanierung · daibau, Sanierung · wohnnet, Vollwärmeschutz · daibau, Fassaden · klimaaktiv, Oberste Geschoßdecke · daibau, Dachdeckerei
Ein Rechenbeispiel: was 120 m² Altbau kosten können.
Ein österreichischer Ratgeber rechnet ein Einfamilienhaus mit 120 m² Wohnfläche durch und kommt auf 124.330 € inklusive Umsatzsteuer. Mit einem Puffer von 10 % ergibt das 136.763 €, also rund 1.140 € pro m². Das passt zur allgemeinen Spanne von 800 bis 1.200 € pro m², die für 120 m² rund 100.000 bis 150.000 € bedeutet. Empfohlen wird ein Puffer von 10 bis 20 %.
Wichtig ist, was hinter so einer Zahl steckt. Ein Haus, in dem nur Fassade, Fenster und Dach erneuert werden, liegt eher am unteren Ende. Ein Haus mit feuchtem Keller, alter Elektrik und neuer Raumaufteilung landet schnell darüber. Der Puffer ist bei Altbauten keine Vorsicht aus Prinzip: Er deckt das, was hinter Verkleidungen und unter Böden zum Vorschein kommt.
Wo Eigenleistung im Altbau realistisch ist
Abbrucharbeiten im Innenraum, das Entfernen alter Böden und Tapeten oder Malerarbeiten eignen sich gut für Eigenleistung. Bei Statik, Abdichtung, Dach und allem, was später gefördert werden soll, ist ein befugter Betrieb die bessere Wahl. Die Landesförderung verlangt Arbeiten durch befugte Unternehmen oder den Nachweis über Materialrechnungen.
Quellen: infina, Altbausanierung (Stand 16.02.2026) · RIS, Oö. Wohnhaussanierungs-Verordnung I 2020
Dämmung im Altbau: wo sich jeder Euro am meisten rechnet.
Oberste Geschoßdecke zuerst. Ist der Dachboden nicht ausgebaut, ist die Dämmung der obersten Geschoßdecke meist die günstigste Einzelmaßnahme. klimaaktiv nennt zirka 30 bis 90 € pro m² und eine Einsparung von 15 bis 20 % der Heizenergie. Für Wohngebäude mit mehr als zwei Wohnungen kann diese Dämmung bei größeren Baumaßnahmen sogar verpflichtend sein (§ 38 Oö. BauTG 2013), für das klassische Einfamilienhaus gilt diese Pflicht nicht.
Fassade. Ein Wärmedämmverbundsystem kostet als übliche Komplettlösung rund 130 bis 180 € pro m² Fassadenfläche, einfachere Ausführungen ab rund 90 €, aufwendige ab rund 200 €. Für 200 m² Fassade ergibt das in der mittleren Variante 26.000 bis 36.000 €. Steinwolle ist teurer als EPS, dafür nicht brennbar. Das Gerüst ist eine eigene Position und wird gerne vergessen.
Kellerdecke und erdberührte Böden. Die Dämmung der Kellerdecke von unten ist im Vergleich günstig und macht Räume im Erdgeschoß spürbar wärmer am Fußboden.
Gut zu wissen: Dämmung und Bauordnung
Eine nachträgliche Wärmedämmung an Außenwänden oder am Dach nach technischer Notwendigkeit gilt in Oberösterreich nicht als Zubau (§ 2 Z 32 Oö. BauTG 2013). Sie darf auch die Mindestabstände zur Nachbargrenze unterschreiten (§ 41 Abs. 2 Oö. BauTG 2013). Verändert die Sanierung das äußere Aussehen wesentlich, ist sie aber anzeigepflichtig (§ 25 Abs. 1 Z 3 lit. b Oö. BauO 1994).
Quellen: klimaaktiv, Factsheet Oberste Geschoßdecke · wohnnet, Vollwärmeschutz Kosten · RIS, Oö. BauTG 2013 · RIS, Oö. BauO 1994
Das Dach im Altbau: sanieren, dämmen oder gleich ausbauen.
Beim Dach gibt es drei typische Ausgangslagen. Ist die Eindeckung dicht und der Dachboden ungenutzt, reicht oft die Dämmung der obersten Geschoßdecke. Ist die Eindeckung alt, lohnt es sich, Neueindeckung und Dämmung in einem Arbeitsgang zu erledigen: Eine Dachsanierung mit Abbruch, Dämmung und neuer Eindeckung liegt laut Rechner bei 55 bis 155 € pro m² Dachfläche, eine neue Eindeckung ohne Dachstuhl bei 45 bis 135 € pro m².
Die dritte Variante ist der Ausbau des Dachgeschoßes zu Wohnraum. Er bringt neue Wohnfläche, kostet aber deutlich mehr als eine reine Sanierung, weil Fenster, Trockenbau, Böden und Haustechnik dazukommen. Mehr dazu finden Sie unter Dachausbau im Innviertel. Für Wohnräume in ausgebauten Dachräumen von Häusern mit höchstens drei Wohnungen verlangt die Oö. Bautechnikverordnung eine lichte Raumhöhe von mindestens 2,20 m (§ 3 Abs. 2 Z 3 Oö. BauTV 2013).
Vor jeder Dachsanierung sehen wir uns den Dachstuhl an. Ein Dachstuhl mit Schäden an Sparren oder Pfetten muss zuerst ertüchtigt werden, sonst trägt die neue Dämmung auf einem schwachen Fundament.
Quellen: daibau, Dachdeckerei (Stand 12.03.2026) · RIS, Oö. BauTV 2013
Förderung für die Altbausanierung: was 2026 noch geht und was 2027 kommt.
Bund: Sanierungsbonus geschlossen, Programm 2027 angekündigt
Der Sanierungsbonus des Bundes für die thermische Sanierung ist seit 02.02.2026 für neue Anträge geschlossen. Bestehende Registrierungen und Anträge bleiben gültig. Am 10.07.2026 meldete die Sanierungsoffensive zusätzlich, dass die Budgetmittel für 2026 ausgeschöpft sind.
Am 15.10.2026 wurde die Sanierungsoffensive 2027 angekündigt: Förderungsanträge sollen ab 04.01.2027 möglich sein, eine Vorabregistrierung entfällt. Geplant sind umfassende Sanierung, Teilsanierung und eine Einzelbauteilförderung für Fenster, Außenwände sowie oberste und unterste Geschoßdecke. Für die Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern und Reihenhäusern sind 90 Mio. Euro vorgesehen. Laut Ministerium sind die Förderhöhen bereits fixiert, die konkreten Beträge sind aber noch nicht veröffentlicht. Die Richtlinien und Infoblätter sollen im Dezember 2026 beschlossen werden. Wer 2027 sanieren will, sollte die Planung jetzt beginnen und die Beträge abwarten, bevor er fix mit einer Bundesförderung rechnet.
Land Oberösterreich: Wohnhaussanierung läuft weiter
Das Land Oberösterreich fördert die Sanierung von Häusern mit bis zu drei Wohnungen mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss von 25 % zu einem Bankdarlehen, alternativ mit einem einmaligen Bauzuschuss von 15 % der förderbaren Darlehenshöhe. Die Baubewilligung des Hauses muss bei Antragstellung mindestens 20 Jahre zurückliegen. Als umfassende Sanierung gelten mindestens drei Bauteile gemeinsam, etwa Fenster, Dach beziehungsweise oberste Geschoßdecke und Fassade. Rechnungen dürfen bei der Einreichung höchstens zwei Jahre alt sein. Beim selbst bewohnten Eigenheim gelten Einkommensgrenzen von 50.000 € für eine Person und 85.000 € für zwei Personen. Die Heizungstechnik selbst ist in dieser Landesförderung nicht förderbar.
Ein kostenloser energetischer Befund des OÖ Energiesparverbands dient als Nachweis der Mindestanforderungen und kann vor Beginn eingeholt werden. Alle Details zur Landesförderung finden Sie auf unserer Seite Sanierungsförderung in Oberösterreich.
Quellen: BMLUK, Presseaussendung 02.02.2026 · sanierungsoffensive.gv.at, News 10.07.2026 · Sanierungsoffensive 2027 (15.10.2026) · OTS, 15.10.2026 · Land OÖ, Eigenheimsanierung · RIS, Oö. Einkommensgrenzen-VO
Wie hoch die Sanierungsförderung des Landes OÖ höchstens ausfällt.
Die Landesförderung rechnet mit einer maximal förderbaren Darlehenshöhe je Maßnahme. Der Zuschuss beträgt 25 % davon über die Laufzeit oder einmalig 15 % als Bauzuschuss.
| Maßnahme | Förderbare Darlehenshöhe höchstens | Einmaliger Bauzuschuss höchstens |
|---|---|---|
| Umfassende Sanierung | 50.000 € | 7.500 € |
| Einzelbauteilsanierung | 15.000 € pro Bauteil | 2.250 € pro Bauteil |
| Substanzerhaltende Maßnahmen | 5.000 € | 750 € |
| Abbruch und Neubau eines Eigenheims | 75.000 € | 11.250 € |
Dazu kommen Boni auf die Darlehenshöhe, etwa ein Ökologiebonus von 5.000 € für Fassade und oberste Geschoßdecke ohne mineralölbasierte Dämmstoffe oder ein Ortskernbonus von 5.000 €. Für Einzelbauteile gelten Höchstwerte beim U-Wert, zum Beispiel 0,25 W/m²K für die Außenwand.
Quelle: RIS, Oö. Wohnhaussanierungs-Verordnung I 2020 (Fassung vom 17.10.2026)
Was eine Altbausanierung teurer macht als geplant.
Die meisten Budgetüberschreitungen im Altbau haben dieselben Ursachen. Wer sie vor Baubeginn prüft, plant ehrlicher.
- Feuchtigkeit: Nasse Kellermauern oder aufsteigende Feuchte müssen saniert sein, bevor gedämmt oder verputzt wird.
- Versteckte Schäden: Morsche Holzbalkendecken, Risse im Mauerwerk oder ein geschwächter Dachstuhl zeigen sich oft erst beim Öffnen.
- Alte Baustoffe: Verdacht auf schadstoffhaltige Materialien bei älteren Platten oder Kleber klären Sie vor dem Abbruch, die Entsorgung kostet extra.
- Umfang der Haustechnik: Werden Elektrik und Leitungen ohnehin erneuert, lohnt es sich, sie vor der Dämmung und vor neuen Böden zu planen.
- Grundrissänderungen: Jede versetzte tragende Wand braucht Statik, Abstützung und oft eine Bauanzeige.
- Reihenfolge: Fenster nach der Fassade zu tauschen oder das Dach zweimal einzurüsten kostet doppelt. Ein Gesamtkonzept spart Gerüst und Anschlussarbeiten.
In dieser Reihenfolge planen Sie eine Altbausanierung.
Bestandsaufnahme
Wir prüfen vor Ort Mauerwerk, Feuchte, Dach, Fenster und Kellerdecke.
Energieberatung
Ein Befund des OÖ Energiesparverbands zeigt die Schwachstellen auf.
Konzept und Angebot
Sie erhalten ein schriftliches Angebot in sinnvollen Bauabschnitten.
Förderung und Anzeige
Förderansuchen und, falls nötig, Bauanzeige vor dem Baustart erledigen.
Tragwerk und Hülle
Erst Tragwerk und Feuchte, dann die Hülle mit Dach, Fenstern und Fassade.
Innenausbau
Zuletzt der Innenausbau. Heizung und Sanitär übernehmen Partnerbetriebe.
Aus der Bestandsaufnahme ergibt sich, was dringend ist und was warten kann. Der energetische Befund ist Grundlage für die Landesförderung. Das Angebot in Bauabschnitten zeigt, was eine umfassende Sanierung kostet und was ein Einzelschritt. Die Bauanzeige geht an die Gemeinde. Installateurarbeiten führen wir nicht selbst aus.
Häufige Fragen zu den Kosten einer Altbausanierung.
Was kostet eine Altbausanierung pro m²?
Gibt es 2026 noch den Sanierungsbonus des Bundes?
Kann ich die Landesförderung OÖ trotzdem nutzen?
Lohnt sich eine Sanierung oder ist ein Neubau günstiger?
Brauche ich für die Sanierung eine Genehmigung?
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns über das Formular, wir antworten in der Regel per E-Mail.
Zahlen und Rechtsgrundlagen auf dieser Seite stammen aus diesen Quellen (abgerufen 17. Oktober 2026). Kostenangaben sind Richtwerte und kein Angebot: infina, Altbausanierung Kosten · daibau, Baukostenrechner Sanierung · wohnnet, Vollwärmeschutz Kosten · daibau, Fassaden · daibau, Dachdeckerei · klimaaktiv, Dämmung oberste Geschoßdecke · Sanierungsoffensive 2027 · BMLUK, Sanierungsbonus und Kesseltausch 2026 · Land OÖ, Eigenheimsanierung · RIS, Oö. Wohnhaussanierungs-Verordnung I 2020 · RIS, Oö. Bauordnung 1994 · RIS, Oö. Bautechnikgesetz 2013
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Baujahr, Wohnfläche und was Sie erneuern möchten genügen für den Anfang. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich.
- Formular ausfüllenRund 2 Minuten, Pläne können Sie später nachreichen.
- Rückmeldung per E-MailWir melden uns mit ersten Fragen oder einem Terminvorschlag.
- Besichtigung vor OrtWir sehen uns Grundstück und Pläne gemeinsam an.
- Schriftliches AngebotMit klarem Leistungsumfang.
Ein regionales Bauunternehmen mit Handschlagqualität.
Die 1A-Bauservice GmbH aus Gobrechtsham im Bezirk Ried realisiert seit 2016 Bau- und Sanierungsprojekte im Innviertel, mit über 28 Jahren Erfahrung in der Branche. Heizung und Sanitär führen wir nicht selbst aus, dafür arbeiten wir mit Partnerbetrieben, etwa für die Wärmepumpe.